Medizintechnikgruppe Brasseler veröffentlicht vorläufige Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025

Lemgo, 07.05.2026

Die Medizintechnikgruppe Brasseler legt ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor. In einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von knapp 236 Millionen Euro. Die Umsatzsteigerung lag nach Währungskorrektur bei 1,0 % und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Steigende Kosten, zunehmender Wettbewerb sowie internationale politische Einflüsse prägten die Geschäftsentwicklung im Jahr 2025. Brasseler hat das Jahr genutzt und strategische Initiativen konsequent weiterverfolgt. Diese zeigten erste vielversprechende Ergebnisse in ausgewählten Märkten. In 2026 erwartet das Management weitere positive Impulse für Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Kundennähe. Die anhaltenden geopolitischen Krisen bergen jedoch Risiken.

Komet Medical: Wachstum dank strategischer Positionierung

Der Geschäftsbereich Komet Medical setzte seine erfolgreiche Entwicklung fort und erzielte ein Wachstum von 6,5 %. Unter dieser Marke tritt das Unternehmen als eine der führenden Auftragsentwicklungs- und Fertigungsorganisationen (CDMO) für knochenchirurgische Schneidinstrumente auf. Die Produkte werden insbesondere in der HNO- und Neurochirurgie, sowie in der Orthopädie, Traumatologie und der dentalen Implantologie eingesetzt.

Die positive Entwicklung ist einerseits auf eine unverändert hohe Nachfrage in diesen Produktsegmenten zurückzuführen, andererseits zeigt die im Jahr 2021 eingeschlagene strategische Positionierung weiter Wirkung. Neben einer Fertigung auf Spitzenniveau unterstützt Komet Medical seine internationalen Großkunden mit einem Dienstleistungsangebot z.B. beim Verpackungsdesign und regulatorischen Fragestellungen.

„Komet Medical bleibt ein zentraler Wachstumstreiber der Brasselergruppe mit langfristigem Potenzial. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig es ist, unsere internationale Aufstellung konsequent auszubauen, um direkt mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten. Steigende Kosten, unter anderem durch Zölle in den USA, erhöhen den Druck unsere Strukturen zu hinterfragen und konsequent zu optimieren “, berichtet Stephan Köhler, Sprecher der Geschäftsführung von Brasseler.

Komet Dental: Stagnation und erste Impulse der Neuausrichtung

Im größten Geschäftsbereich Komet Dental stagnierte der Umsatz im Jahr 2025. Während der Erfolg insbesondere in den internationalen Direktmärkte hinter den Erwartungen zurückblieb, konnte die Region Deutschland/Österreich durch gezielte Maßnahmen den Geschäftsbereich stabilisieren und erstmals seit geraumer Zeit die gesetzten Ziele erreichen.

Die Entwicklung ist – wie bereits im Vorjahr – geprägt von einem insgesamt schwachen Marktumfeld, anhaltend hohem Wettbewerbsdruck auf das Premiumsegment sowie steigenden Kosten, unter anderem durch US-Zölle, Rohstoffpreise und Personalkosten. Gleichzeitig verstärkt Brasseler die internationale Zusammenarbeit zwischen der Zentrale in Lemgo und den Vertriebsgesellschaften.

Internationalisierung und Innovation stehen weiter im Mittelpunkt der Anstrengungen. Mit Sytemlösungen, wie dem mit dem Red Dot Award ausgezeichneten „EnDrive” für Wurzelkanalbehandlungen, Produktlösungen wie Rocky, einem Instrument zur Entfernung harter vollkeramischer Kronen sowie dem Ausbau eines umfassenden Weiterbildungsangebotes für Zahnärzte und einem hochmodernen Trainingszentrum in Verona setzt Brasseler gezielt Impulse. Hierfür wurde das Unternehmen nach 2022 und 2023 Anfang 2026 zum dritten Mal mit dem TOP 100-Siegel für innovative Mittelständler ausgezeichnet. Die Entwicklung der Anfang 2025 gegründeten Vertriebsgesellschaft in Großbritannien verlief im ersten Jahr über den Erwartungen und gilt als weiteres positives Signal.

Geschäftsführung blickt mit verhaltenem Optimismus auf das Jahr 2026

Brasseler blickt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Das Marktumfeld bleibt zwar schwierig, dennoch erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum. Zudem zeigen die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung und werden 2026 weiter vorangetrieben. Innovationen im Dentalbereich, die auf der weltweit führenden Messe IDS in 2027 vorgestellt werden sowie Prozessoptimierungen, die die Leistungsfähigkeit in allen Geschäftsbereichen erhöhen, sollen zusätzliche Impulse liefern.

„Die Rahmenbedingungen insbesondere am Standort Deutschland werden sich kurzfristig nicht verbessern und erfüllen uns, was die langfristige Wettbewerbsfähigkeit angeht, mit Sorge.“ so Stephan Köhler. „Umso wichtiger ist es, dass wir neben Innovationen bei Produktivität und Kostenmanagement weiter vorankommen, um unsere Ergebnisziele zu erreichen. Nur so schaffen wir die Basis für Investitionen und weiteres Wachstum.“

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Mark Thiel
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